Schwarze Katze die auf einer Laptoptasche liegt

Katzen – Die Anarchos unter den Haustieren?

Ich muss zugeben, meine Katzen sind meine ersten und bisher einzigen Haustiere und muss ich gestehen: Ich hatte vor dem Einzug meiner Miezen eine eher wage Vorstellung von dem was letztendlich auf mich zukommt. Heute weiß ich: viel Liebe, viel Spaß, aber auch viel Chaos.

Der eine oder andere mag jetzt vielleicht sagen, jaaaaaa, aber meine Hunde, Vögel, Wollmäuse,….., die sind auch nicht ohne! Das mag sein, aber zumindest meiner Secondhand- Erfahrung nach ist es so, dass Hunde sich mit etwas Zuneigung und Arbeit erziehen lassen. Vögel, Nagetiere, etc. laufen in der Regel nicht die ganze Zeit frei herum. Katzen schon. Und zumindest meine Miezen sind relativ erziehungsresistent.

Was das Miezchen nicht lernt….

Beide wissen in der Regel dass sie gemeint sind, wenn ich ihre Namen rufe. Beide kommen in der Regel auch wenn ich mit der Leckerchentüte oder -dose raschele. Und natürlich wissen beide auch, wo ihre Pipikiste steht. Aber damit endet die Liste der Dinge die ich meinen Katzen eintrichtern konnte auch schon fast. Und mehr wird da wohl auch nicht mehr kommen. Kleo hört in ca. 80% aller Fälle noch auf ein Pfeifen, aber nur weil sie weiß dass sie belohnt wird.

Anarcho – Substantiv, maskulin – jemand, der sich gegen die bestehende bürgerliche Gesellschaft und deren Ordnung gewaltsam auflehnt. 

So steht es im Duden. Natürlich gilt das nicht wortwörtlich so für Katzen. Ich bin mir nicht mal sicher ob sie sich absichtlich gegen irgendetwas auflehnen. Mir erscheint es wahrscheinlicher, dass den lieben Miezen einfach so ziemlich alles egal ist. Es ist ihnen egal ob ich schlafe, es ist ihnen egal ob ich gerade sauber gemacht habe und es ist ihnen völlig egal ob ich gerade fünfmal „Neeeeiiinnn, da sollst du nicht drauf“ oder nicht gequiekt habe.

Nur manchmal, wenn sie vor mir auf dem Tisch/Regal/Gegenstand-auf-dem-sie-nicht-sein-sollen sitzen, auf dem sich noch andere Dinge befinden, dann glaube ich manchmal dass doch ein bisschen Absicht dabei ist. Wenn sie mich anschauen und dann mit ihrer hübschen, kleinen Samtpfote etwas runterschubsen. Einfach so. Ohne Grund. Dann glaube ich schon, dass jede Katze ein wiedergeborener Anarcho ist.

Oder wenn Kleo sich in den Korb mit der frischen Wäsche legt, obwohl es noch mindestens 100 andere Schlafmöglichkeiten gibt. Dann glaube ich, dass sie mich einfach nur auf die Palme bringen will.

Erwischt....

Erwischt….

Trotzdem: nicht mehr ohne meine Miezen

So sehr ich sie hin und wieder auch verfluche, ich würde meine Miezen niemals hergeben wollen. Denn auch wenn sie noch so viel Unsinn anstellen, Kotzepfützen und Fellknäule hinterlassen, am Ende freue ich mich immer wie Bolle wenn eine oder beide zum Kuscheln kommen und mir zeigen, dass auch wenn ich ihnen sonst nichts beibringen konnte, so zumindest doch eines: mir zu vertrauen.

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